Wie jede Erzähler*in weiß beginnen die richtig guten Geschichten eigentlich schon vor der Idee. Genauso ist es auch hier.
Jede Generation an Kindern, die unsere Einrichtung in den letzten Jahren besucht hat, interessierte sich früher oder später für Schätze und die magische Welt der Suche nach eben diesen verborgenen Geheimnissen. Dabei sind das Ziel und die vermeintlichen Reichtümer, über die wir in Büchern gelesen hatten, überhaupt nicht das Spannendste daran.
Es ist eigentlich der Weg dahin, der die Begeisterung auslöst. Die Schatzkarte zu malen und sich dann gemeinsam auf die mehr oder weniger ausgereifte, manchmal auch gefährliche Reise zu begeben, das ist es was die Kinder an unendlich vielen Tagen in ihren Bann zieht.
Am liebsten mit vielen weiteren begeisterten Sucher*innen. Genau bei diesen Abenteuern stärken die Kinder ihre Selbstwirksamkeit, Kommunikation, Konzentration und eine der wichtigsten Attribute der Menschheit, die Fantasie.
Auf all diesen kleinen und großen Reisen entwickelte sich schließlich die Idee. Als einfache Frage formuliert: „Wie wäre es denn wenn wir eine Geschichte entwickeln, die uns auf eine Schatzsuche durch den ganzen Ort führen würde? Eine Suche für Kinder und Familien, die nicht in unsere Kita gehen, aber von uns gemeinsam mit den Kindern betreut wird.“ Geocaching bietet sich hierbei am besten an und so wurde die Idee ein Stück größer. Wir entwickelten eine Geschichte, die zu der Historie des Ortes passen könnte und unsere Helden bekamen ein Gesicht. Wie das so ist mit Ideen, wenn sie mal anfangen zu wachsen, nehmen sie sich immer mehr Platz. So war klar, dass unser Kita Name definitiv auch eine Rolle spielen sollte. Hier fand unsere Idee, Gehör bei unseren Kooperationspartnern (die Website der AAG Mainz e.V. finden sie hier), die wiederum auch ein Stück beitragen konnten.
Jetzt ging es darum, die Kinder darauf vorzubereiten. Also die „kleinen“ Abenteuer in unseren vier Wänden, auf die Außenwelt zu übertragen. Hierbei bedienten wir uns an dem Buch „Hase Hollywood und das Geheimnis des Drachenlandes“ (Buchempfehlung: Die Website finden sie hier). Diese Geschichte zog die Kinder schnell in ihren Bann, mit wundervollen Zeichnungen und einer abenteuerlichen Reise. Wir nutzten einzelne Inhalte und erschufen daraus Schatzsuchen, bei denen wir erstmals Koordinaten mit dem Kompass folgten. Unsere erste Suche war holprig, aber erfolgreich. Bei der zweiten Suche bekamen wir nur einen Brief mit Zahlen und die Kinder wussten sofort Bescheid. Konzentriert drehten sie am Kompass und führten uns auf sicherem Weg zum Schatz.
Und einfach so, ist diese kleine Idee vom Anfang heute nicht mehr wiederzuerkennen.
Wir haben unsere ganz eigene Schatzsuche für ALLE.
Die Boxen stehen bereit, die Geschichte ist geschrieben und wir hoffen auf viele große und kleine Abenteurer, die sich auf die Reise begeben. Damit auch zukünftige Generationen den Zauber der Schatzsuche für sich entdecken. Die Magie der Fantasie und die Möglichkeiten hinter einer verrückten Idee, die wachsen konnte.




